Oortsche Wolke

Wird auch als zirkumsolare Kometenwolke bezeichnet, wurde 1950 von Jan Hendrik Oort als Ursprungsort der langperiodischen [Kometen](/AstroInfos/Sonnensystem/15-Kometen/ "Komet") entdeckt. Oort kam zu seiner Hypothese aufgrund der Untersuchung von Kometenbahnen sowie der Überlegung, dass die Kometen aus den bekannten Regionen des Sonnensystems stammen. Da Kometen nach mehreren Passagen durch das [Sonnensystem](/AstroInfos/Sonnensystem/ "Sonnensystem") zerstört werden, dürften unter dieser Voraussetzung heute keine Kometen mehr zu beobachten sein.

Entstehung der Oortschen Wolke Der Theorie nach umschließt die von Oort angenommene "Wolke" das Sonnensystem schalenförmig in einem Abstand von etwa 300 bis 100.000 Astronomische Einheiten.

Sie enthält Gesteins-, Staub- und Eiskörper unterschiedlicher Größe, die bei der Entstehung des Sonnensystems übrig geblieben waren beziehungsweise sich nicht zu Planeten zusammenschlossen. Diese sogenannten Planetesimale wurden von Jupiter und den anderen großen Planeten in die äußeren Bereiche des Sonnensystems geschleudert.

Durch den gravitativen Einfluss benachbarter Sterne wurden die Bahnen der Objekte mit der Zeit so gestört, dass sie heute in einer Schale um das Sonnensystem herum verteilt sind.

Die Objekte der Oortschen Wolke sind trotz ihres großen Abstandes zur Sonne gravitativ an diese gebunden, also feste Bestandteile des Sonnensystems.

Vermutlich geht die Oortsche Wolke kontinuierlich in den Kuipergürtel über, dessen Objekte allerdings in der Ekliptik konzentriert sind.