Merkur

merkur.jpg © NASA and The Messenger Mission-Team
Physikalische Eigenschaften Beobachtungsdaten
Äquator - Poldurchmesser:4.879 - 4.879 km Monde: 0
Masse:3,302 x 1023 kg Kleinster - größter Erdabstand 0,517 - 1,483 [AE](/Lexikon/A/Astronomische-Einheit/ "Astronomische Einheit")
Rotationsperiode: 58 d 15 h 36 min Helligkeit-1,9m
Temperatur (MIN.-MITTEL-MAX.):100 - 440 - 700 K [Exzentrizität](/Lexikon/E/Exzentrizität/ "Extentrizität")0,2056
      Quelle: wikipedia.de


Merkur, der kleine flinke Götterbote.
Der kleinste Planet unseres Sonnensystems bietet einige Überraschungen und hält sicher auch noch mehr für uns bereit. Seine Erforschung steckt quasi noch in den Kinderschuhen.
So besuchten erst wenige Raumsonden den kleinen Zwerg: Mariner 10 und in der jüngsten Vergangenheit: Messenger.
Merkur wurde lange Zeit von der Wissenschaft als eher uninteressant eingestuft, wohl durch die Tatsache dass sein Aussehen eher dem inaktiven Erdmond gleicht. Mittlerweile weiß man jedoch, dass der innere Aufbau eher dem der Erde gleicht und somit ist Merkur wieder mehr in das Interesse der Wissenschaftler gerückt.
Merkur besitzt keine nennenswerte Atmosphäre, so dass alles Wasser sofort in den Weltraum verdampft und auf der Tagseite Temperaturen von über 450°C herrschen, während es auf der Nachtseite mit nur -183°C bitterkalt ist.
Merkur besitzt einen großen Eisenkern der trotz seiner langsamen Rotationsperiode für ein starkes Magnetfeld sorgt. Seine Sonnennähe hat dazu geführt, dass viele Kometen und Asteroiden auf seiner Oberfläche einschlugen und Kraterformationen ähnlich denen auf dem Mond geschaffen haben.
Lange Zeit ging man davon aus, dass Merkur eine gebundene Rotation besitzt, das heißt er zeigt der Sonne immer die selbe Seite zu. Mittlerweile weiß man genauer, dass er sich während zweier Umläufe um die Sonne exakt dreimal um die eigene Achse dreht. Seine Rotationsachse steht überdies genau senkrecht auf der Bahnebene, so dass auf Merkur keine Jahreszeiten herrschen.
Sie sehen also: Merkur ist zwar klein, aber fein und wird uns sicherlich noch viele Fragen zur Entstehung unseres Sonnensystems beantworten können.

Beobachtungstechnisch ist Merkur ebenso wie Venus eher uninteressant. Dadurch, dass er von der Erde aus gesehen innen steht, hat er eine ausgeprägte Phase, Oberflächenstrukturen bleiben aber aufgrund seiner Größe und vor allem seiner Sichtbarkeit nur während der Dämmerungsperioden, verborgen. Auch seine Nähe zur Sonne sorgt dafür, dass er nur in kurzen Zeiträumen am Himmel zu beobachten ist. Trotzdem bietet der kleine Kerl schöne Stimmungsbilder in der Dämmerung und ist den meisten Menschen wohl schon aufgefallen, ohne dass sie wissen, welch besonderes Mitglied unseres Sonnensystems sie gerade am Himmel strahlen sahen.

Sprich nicht zu einem Zwerg von kleinen Dingen.

chinesisches Sprichwort