Venus
![]() [jpl.nasa.gov](/http://photojournal.jpl.nasa.gov/jpeg/PIA00104.jpg/ "jpl.nasa.gov") |
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| Physikalische Eigenschaften | Beobachtungsdaten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Äquator - Poldurchmesser: | 12.103,6 – 12.103,6 km | Monde: | 0 | ||||
| Masse: | 4,869x1024 kg | Kleinster – größter Erdabstand | 0,256 – 1,744 [AE](/Lexikon/A/Astronomische-Einheit/ "Astronomische Einheit") | ||||
| Rotationsperiode: | 243 d 27 min | Helligkeit | ca. -4,4 [mag] | ||||
| Temperatur (MIN.-MITTEL-MAX.): | 710 - 737 – 770 K | Alter | 4,6 Mrd. Jahre | ||||
| Quelle: wikipedia.de | |||||||
Der Schwesterplanet der Erde ist wohl der Planet, der am häufigsten verkannt und missdeutet wird. Der einzige Planet des Sonnensystem der einen weiblichen Namen trägt zeigt sich uns als "Morgen-" bzw. "Abendstern" und ist oft so hell, dass er schon am Taghimmel bzw. zur bürgerlichen Dämmerung mit bloßem Auge zu sehen ist. Dennoch sehen wir von Venus auch in grösseren Teleskopen nicht sehr viel, da sie von einer dichten Wolkenhülle umgeben ist. Diese dichte Atmosphäre sorgt für einen Druck von ca. 92 Bar, zusätzlich regnet es dort Säure aus Schwefeldioxid-Wolken auf eine Oberfläche, deren Temperatur mit 450° C sogar noch die des sonnennächsten Planeten Merkur übertrifft. Anstatt sich als Göttin der Liebe und der Schönheit zu präsentieren, ist die Venus wohl eher das, was man gemeinhin als Fegefeuer oder Höllenglut bezeichnen würde. Auf Venus können wir sehen, was der Treibhaus-Effekt bewirken kann. Wir sollten also unser weltweites Experiment zur Förderung des Ozonloches etwas bremsen.
Ein Merkmal, dass sich Venus mit ihrem Nachbarn Merkur teilt ist die Phasengestalt. Da wir ja quasi von Außen auf Venus schauen, wird sie, genau wie der Mond, von uns aus gesehen nicht gleichmäßig von der Sonne beleuchtet, sondern die
Sonne wandert quasi einmal um die Venus herum, dadurch sehen wir eine mal mehr, mal weniger beleuchtete Oberfläche, die sich uns dann als Phase zeigt:
Ich mag Venus deswegen, weil sie aufgrund ihrer Sonnennähe und der Umlaufbahn innerhalb der Erdbahn früh bzw. spät auf- und untergeht. Venus erzeugt so, schon mit dem bloßen Auge sichtbar, sehr nette Konstellationen
mit anderen Planeten und dem Mond, die in der Regel früh Morgens oder früh Abends stattfinden und so die Stimmung des Sonnenuntergangs bzw. -aufgangs noch verstärken.
Im Teleskop hingegen empfinde ich Venus eher als schwieriges und undankbares Objekt, da die Beobachtung meist in Horizontnähe erfolgt und der Planet so schwer, durch allg. Seeing bestimmt, scharf zu stellen ist. Einzig das Verfolgen der Phasengestalt macht mir
persönlich mit dem Teleskop Spaß, ansonsten genieße ich lieber die Stimmungsbilder, die uns Venus präsentiert.
Viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit, so wird der beste Trank gebraut, der alle Welt erquickt und auferbaut.
Johann Wolfgang von Goethe, Faust - Erster Teil
