Der Mond
![]() © Robert Blasius 2008 |
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| Physikalische Eigenschaften | Beobachtungsdaten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| mittlerer Durchmesser: | 3.476 km | Mittlere Entfernung: | 384.405 km | ||||
| Masse: | 7,349 x 1022 kg | Kleinster - größter Erdabstand | 363.300 km - 405.500 km | ||||
| Alter | 4,5 Mrd. Jahre | Scheinbare Helligkeit (V) | -12,74 mag | ||||
| Oberflächen-Temperatur: | -160°C - +130°C | Synodische Umlaufzeit | 27,3217 Tage | ||||
| Alter | 4,6 Mrd. Jahre | ||||||
| Quelle: wikipedia.de | |||||||
Ebenso wie die Sonne hat der Mond von jeher den Lebensrhythmus der Menschen bestimmt. Dies hat sich bis in die heutige Zeit nicht verändert. So ist zum Beispiel Ostern immer am 1. Vollmond nach Frühlingsanfang. An dieser Stelle kann ich mir immer nicht verkneifen, dass Jesus wohl immer an einem anderen Tag gestorben sein muss, aber das nur am Rande. Für die meisten Völker steht der Mond für Fruchtbarkeit, Beständigkeit, aber auch Vergänglichkeit und ist auch in den meisten Sprachen weiblich. Seine Faszination übt der Erdtrabant mit Sicherheit auch dadurch aus, dass auch der astronomische Laie seine Veränderung, wie die Mondphasen, und seine direkten Auswirkungen, wie Ebbe und Flut, einfach und ohne Hilfsmittel sehen und erfahren kann. Die Auswirkungen des Mondes gehen allerdings noch viel weiter. Durch seine stabilisierende Wirkung auf unsere Erdachse sorgt er beispielsweise für ein beständigeres Klima, durch die Wechselwirkung mit seiner Schwerkraft bleibt der Erdmotor im Inneren am rotieren. Das bewirkt die Aufrechterhaltung des Erd-Magnetfeldes auf der einen Seite und eine ständige Erneuerung unseres Heimatplaneten auf der anderen Seite. Diese Auswirkungen des Mondes machten die Entstehung des Lebens in seiner bekannten Form erst möglich. Vielleicht ist das auch der Grund, warum es neuerdings immer mehr "Mondsüchtige", "Schlafwandler" und "Mondkalender-Holzfäller und -Friseure" gibt. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich unseren Trabanten am Himmel sehen kann und schlafe um so beruhigter, auch bei Vollmond, seit ich weiß, dass es mich ohne den Mond nicht gäbe!
Der Mond ist vom bloßen Auge über das kleine Fernglas bis zum großen Teleskop immer wieder ein lohnendes Ziel. Beobachten Sie doch mal den Mond zu den verschiedenen Zeiten und lassen sie sich von seinem Facetten-Reichtum faszinieren. Auf keinem Himmelsobjekt lassen sich so gut Strukturen erkennen. Das verfolgen von Mondrillen oder das Beobachten von Sonnenaufgängen in einem Mondkrater ist immer wieder eine spannende Sache. Auch fotografisch ist der Mond nach wie vor ein lohnendes Ziel. Lassen sich an ihm doch mit relativ einfachen Mitteln schon beachtliche und faszinierende Erfolge erzielen.
Sie verwechseln ihren Hintern mit ihrem Herzen und glauben, der Mond sei dafür geschaffen, ihren Lokus zu beleuchten.
Gustave Flaubert, (1821 - 1880), französischer Erzähler und Novellist
