Uranus

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© NASA and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA)
Physikalische Eigenschaften Beobachtungsdaten
Äquator - Poldurchmesser:51.118 - 49.946 km Monde: 27
Masse:8,683 x 1025 kg Kleinster - größter Erdabstand 17,259 - 21,105 [AE](/Lexikon/A/Astronomische-Einheit/ "Astronomische Einheit")
Rotationsperiode: 17 h 14 min 24 s Helligkeit+5,6m - +5,9m
Temperatur:76 K [Exzentrizität](/Lexikon/E/Exzentrizität/ "Exzentrizität")0,0472
      Quelle: wikipedia.de


In der Mythologie der Griechen war Uranus der Himmel in Göttergestalt. Der drittgrößte Gasplanet unseres Sonnensystem blieb, bedingt durch seine Grenzhelligkeit von ca. +6m, lange Zeit unentdeckt. Erst 1781 wurde der Planet von Wilhelm Herschel entdeckt. Allerdings hielt Herschel den Planeten lange Zeit für einen Kometen, erst als seine fast kreisrunde Bahn um die Sonne festgestellt wurde, ordnete man Uranus auch den Planeten zu. Infolge eines Ungleichgewichts der Gravitationskräfte ist seine Achse gekippt und liegt nun fast auf der Bahnebene, was dazu führt, dass Uranus um die Sonne rollt. Wie Saturn hat Uranus ebenfalls ein Ringsystem, was aber wesentlich schwächer ausgeprägt ist und von Amateurastronomen nicht beobachtet werden kann. Seine bläuliche Färbung erhält Uranus aus dem Anteil an Methan, aus dem er zu ca. 2,3% besteht. Mit erdgebundenen Teleskopen können bislang noch keine großen Entdeckungen auf Uranus verzeichnet werden. Nennenswerte Erfolge seit der Entdeckung lieferten die Sonde Voyager2 und das Hubble Space Telescope, die beide die Existenz des Ringsystems bewiesen, das vor 200 Jahren Wilhelm Herschel schon entdeckte. Vermutlich waren die Ringe Uranus damals noch deutlich heller. Auch die Pluto-Sonde New Horizons wird leider keine neuen Forschungsergebnisse bringen, da sie zwar die Bahn des Uranus kreuzt, aber von Uranus zu diesem Zeitpunkt weit entfernt ist. Auf diesem Planeten gibt es also noch viel zu entdecken.

Uranus ist an der Grenze zur Freisichtigkeit. Mit seiner nur geringen Helligkeit von knapp unter +6m braucht es schon einen sehr guten Himmel, um den Planeten mit freiem Auge zu entdecken. Im Teleskop ist er dann aber als deutlich 3-dimensionales Objekt zu erkennen, wobei der Reiz bei der Beobachtung des Uranus sicher eher im Auffinden (ohne GOTO), als in der eigentlichen Beobachtung liegt. Hat man ihn dann entdeckt präsentiert sich einem ein kleines grünes Scheibchen und bei sehr guten Bedingungen und einer ausreichend lichtstarken Optik ist auch die Beobachtung verschiedener Monde des Uranus möglich.

Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit. Friedrich von Schiller