Mars

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© NASA and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA)
Physikalische Eigenschaften Beobachtungsdaten
Äquator - Poldurchmesser:6.794 - 6.750 km Monde: 2
Masse:6,419 x 1023 kg Kleinster - größter Erdabstand 0,372 - 2,683 [AE](/Lexikon/A/Astronomische-Einheit/ "Astronomische Einheit)
Rotationsperiode: 24 h 37 min 22 s Helligkeit+2m-3m
Temperatur (MIN.-MITTEL-MAX.):140K(-133°C) - 218K(-55°C) - 300K(27°C) K [Exzentrizität](/Lexikon/E/Exzentrizität/ "Exzentrizität")0,0934
      Quelle: wikipedia.de

Einer der prominentesten Planeten in unserem Sonnensystem. Seine deutliche Exzentrizität ist für seine unterschiedlichen Helligkeiten verantwortlich. So strahlt der Rote Planet mit unter heller, als der hellste Stern am Nachthimmel Sirius. Seine rote Färbung rührt von einem hohen Staubanteil an Eisenoxid in seiner Atmosphäre und auf seiner Oberfläche. Daher kann man durchaus von einem rostenden Planeten sprechen. Diese markante Rotfärbung gab Mars auch seinen Namen, der dem griechisch / römischen Kriegsgott entspricht.

In letzter Zeit ist Mars wieder vermehrt ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Grund hierfür sind die Pläne der USA in mittelbarer Zukunft eine bemannte Marsmission zu unternehmen. Auch die Inspektionen und Forschungen auf dem Planeten durch die Roboter Spirit, Opportunity und Phoenix trugen ihren Teil dazu bei. Ein weiterer Punkt für die Präsenz in der Presse ist die Frage, ob Mars als Ersatzerde oder zweite Heimat für die menschliche Rasse dienen könnte. Dazu ist zu sagen, dass Mars zwar eine Atmosphäre hat, aber nur eine sehr kleine, die nicht ausreicht, um einen Menschen zu versorgen. Auch der Schutz der Marsatmosphäre vor dem Sonnenwind ist nicht vorhanden. Die durchschnittlichen Temperaturen sind zwar in einem für uns nicht unmöglichen, aber dennoch nicht günstigen Bereich. Dennoch erstreckt sich die sogenannte habitable Zone (Zone in der unsere Sonne Leben möglich macht) bis zum Mars. Aber ohne Terraforming wird keine Besiedlung des Mars möglich sein und das wiederum wird nicht innerhalb der nächsten 20 Jahre passieren. Wir sollten also etwas mehr in unseren Heimatplaneten investieren, als zu sehr über den Tellerrand hinausschauen. Trotzdem bleiben die großen Entdeckungen den Visionären vorbehalten und vielleicht irre ich mich ja.

Mars ist Klasse zum Beobachten. Man sieht in mit dem bloßen Auge, dem Fernglas, kleinen und großen Teleskopen. Mein Bresser-Refraktor ist ausreichend um die Polkappen und deren Ausbreitung über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Dennoch gibt es günstige und ungünstige Momente zur Marsbeobachtung. Unter Astronomen meiner Generation bleibt die Opposition 2003 wohl unvergessen. 2008 ist Mars wieder etwas kleiner am Himmel, da er von der Erde auf der Innenbahn nur ca. alle zwei Jahre überholt wird. Fotografisch ist Mars sicherlich nichts für DSLR-Fotografen, eher für die sportlichen Jungs und Mädels mit Laptop und Webcam, so wird man relativ lange noch auf ein Foto von mir warten müssen. Vielleicht zeichne ich ihn aber bald mal.

Viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit, so wird der beste Trank gebraut, der alle Welt erquickt und auferbaut.

Johann Wolfgang von Goethe, Faust - Erster Teil