Asteroid

Als Asteroiden bezeichnet man kleine planetenähnliche Objekte, die sich auf keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne bewegen.

In der Terminologie der Astronomen wird ein Asteroid häufig synonym als Kleinplanet oder Planetoid (planetenähnliches Objekt) bezeichnet, da Asteroid sinngemäß eigentlich für „sternähnliches Objekt“ steht, was jedoch nichts mit den tatsächlichen physikalischen Eigenschaften dieser Himmelskörper zu tun hat. Asteroiden sind lediglich so klein, dass sie in den meisten Teleskopen – anders als die großen Planeten – wie Sterne nur punktförmig erscheinen und nicht als Scheibe, daher die Bezeichnung „sternähnlich“.

Bislang sind etwa 338.000 Asteroiden bekannt, wobei die tatsächliche Anzahl wohl in die Millionen gehen dürfte. Nur die wenigsten haben allerdings mehr als 100 km Durchmesser.

Entstehung von Asteroiden

Die Gesamtmasse der im Hauptgürtel vorhandenen Asteroiden sind sehr viel geringer ist als die des Erdmondes. Daher nimmt man heute an, dass die Asteroiden eine Restpopulation von Planetesimale aus der Entstehungsphase des Sonnensystems darstellen.

Die Gravitation von Jupiter, dessen Masse am schnellsten zunahm, verhinderte die Bildung eines größeren Planeten aus dem Asteroidenmaterial. Die "Planetesimale" wurden auf ihren Bahnen gestört, kollidierten immer wieder heftig miteinander und zerbrachen. Ein Teil wurde auf Bahnen abgelenkt, die sie auf Kollisionskurs mit den Planeten brachten. Hiervon zeugen noch die Impaktkrater auf den Planetenmonden und den inneren Planeten.

Zusammensetzung von Asteroiden

Die spektroskopische Untersuchung der Asteroiden zeigte, dass deren Oberflächen chemisch unterschiedlich zusammengesetzt sind. Die Bestandteile sind überwiegend Kohlenstoff, Silikaten, Nickel, Eisen, Enstatit, Pyroxene, Oliviene

Die Asteroiden-Typen haben eine unterschiedliche Albedo. Sie geht von 0,05 - 0,4 und mehr.

Die Bahnen der Asteroiden

Anders als die Planeten besitzen viele Asteroiden keine annähernd kreisrunden Umlaufbahnen. Sie haben, abgesehen von den meisten Hauptgürtelasteroiden im Kuipergürtel, meist sehr "exzentrische Orbits", deren Ebenen in vielen Fällen stark gegen die Ekliptik geneigt sind.

Ihre relativ hohen Exentrizitäten machen sie zu Bahnkreuzern, Objekten die während ihres Umlaufs die Bahnen eines oder mehrerer Planeten passieren. Die Schwerkraft des Jupiter sorgt allerdings dafür, dass sich Asteroiden, bis auf wenige Ausnahmen, nur jeweils innerhalb oder außerhalb seiner Umlaufbahn bewegen.

Dieses Bild zeigt den Kometen Eros. Aufgenommen am 3. Dezember 2000 aus 200 Kilometer Höhe von der Sonde NEAR Shoemaker.

Eros.jpg

© NASA