Jupiter
![]() © NASA / ESA Cassini-Huygens Mission 2000 |
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| Physikalische Eigenschaften | Beobachtungsdaten | ||||||
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| Äquator - Poldurchmesser: | 42.984 - 133.708 km | Monde: | 63 | ||||
| Masse: | 1,899 x 1027 kg | Kleinster - größter Erdabstand | 3,934 - 6,471 AE | ||||
| Rotationsperiode: | 9 h 55 min 30 s | scheinbare Helligkeit | +2m - -4m | ||||
| durchschnittliche Temperatur: | 165° K | Exzentrizität | 0,0484 | ||||
| Quelle: wikipedia.de | |||||||
Jupiter ist ohne Zweifel der beherrschende Planet unseres Sonnensystems. Schon seit der Antike bekannt, gaben ihm die Römer den Namen des allmächtigen Göttervaters. Die Masse Jupiters beträgt das 2,5fache der Masse aller anderen 7 Planeten unseres Sonnensystems, das dadurch seinen Schwerpunkt von der Sonne weg in Richtung Jupiter verschoben hat. Er ist demzufolge auch der einzige Planet des Sonnensystems, der seinen gemeinsamen Schwerpunkt mit der Sonne ca. einen Sonnenradius außerhalb unseres Zentralgestirns hat. Alle anderen Planeten haben ihren gemeinsamen Schwerpunkt mit der Sonne in der Nähe des Sonnenzentrums. Ab und an hört man die Meinung, dass Jupiter nur unwesentlich größer hätte werden müssen, damit eine Wasserstoff-Helium Reaktion einsetzt und er zu einer Sonne wird. Dies ist mittlerweile als völlig falsch bewiesen, da solche Planeten (Braune Zwerge mindestens eine 13 - 75fache Masse von der des Jupiter aufweisen müssten.
Oft wird auch behauptet, dass Jupiter die Existenz eines weiteren Planeten zwischen Mars und Jupiter verhindert habe. Dies ist nicht endgültig bewiesen, vielmehr wird heute davon ausgegangen, dass es nie einen ominösen Planeten X an dieser Stelle geben sollte. Die Elemente des sog. Asteroidengürtel werden von Jupiter und der Sonne allerdings in einer stabilen Bahn gehalten. Ebenso dient Jupiter quasi als großer Staubsauger bzw. als Schutzschild der übrigen Planeten vor umherziehenden Kometen und schützt dadurch unsere Erde vor den Einschlägen dieser Körper. Für die Forschung bedeutend waren die Einschläge des Kometen Shoemaker-Levy, die wertvolle Hinweise auf die Atmosphäre des Planeten und die Struktur des Kometen den Mittelpunkt des Sonnensystems bildet und das damals überall verbreitet war, als endgültig falsch zu enthüllen. Er stellte Berechnungen anhand der 4 Jupitermonde an, die sich auch auf das gesamte Sonnensystems übertragen ließen und bewiesen, dass die Sonne im Zentrum unseres Sonnensystems steht - das Modell des "Heliozentrischen Sonnensystems" war geboren. Jupiter ist der Planet der Extreme: So tobt seit über 300 Jahren ein riesiger Wirbelsturm mit der Größe von 4 Erd-Radi auf seiner Oberfläche, der sogenannte Rote Fleck. Von Amateurastronomen wurde in der letzten Vergangenheit ein weiterer kleinerer Wirbelsturm entdeckt, der den passenden Namen "Red Spot Jr." bekam. Seine Atmosphäre ist nicht klar abgegrenzt und ist durchzogen von mannigfaltigen Wolkenbändern, die schöne Strukturen bilden.
Vom bloßen Auge bis zum großen Teleskop bietet Jupiter in allen Geräten ein lohnendes Beobachtungsobjekt. Schon mit einem 10x50-Fernglas lassen sich gut die Monde des Gasriesen ausmachen und nicht selten habe ich zur schnellen Beobachtung eben dieses Instrument gewählt um die 4 großen Monde auf ihrem Weg um Jupiter zu beobachten. In meinem Refraktor hingegen ist es mir bei großen Vergrößerungen schon gelungen Einzelheiten der Wolkenbänder zu erkennen. Der Große Rote Fleck ist mir bislang leider verborgen geblieben, da ich immer dann Jupiter beobachtete, wenn sich der GRF gerade auf der erdabgewandten Seite befand. Auch den Schattendurchgang eines Mondes zu verfolgen ist mir noch nicht geglückt - wahrscheinlich auch ein recht ambitioniertes Ziel mit meiner Ausrüstung.
Ach, Mutter! Von Herzen dank' ich dir für meinen Vater.
William Shakespeare(23.04.1564 - 23.04.1616) aus "König Johann II,1
