Polarlicht

Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen (z.B. vom Sonnenwind auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen und dort die vorhandenen Luftmoleküle zum Leuchten anregen. Das Phänomen allgemein auch als Fluoreszenz bekannt, was die Bezeichnung für das Lichtaussenden durch Anregung bzw. Abregung ist.

Erscheinungen von Polarlichtern sind häufiger in den Polregionen der Erde zu beobachten, da die elektrisch geladenen Teilchen vom Erdmagnetfeld entlang der Magnetfeldlinien zu den geomagnetischen Polen geleitet werden. Dort verläuft das Magnetfeld senkrecht zur Erdoberfläche, und die Teilchen können in die Atmosphäre eintreten. Das Plasma der Teilchen benötigt bis zum Eintreffen rund 2 bis 4 Tage bei einem Erde-Sonne-Abstand von rund 150 Millionen Kilometer. Polarlichter kommen sowohl in nördlichen Breiten vor (Nordlichter, auch Aurora borealis) als auch auf der Südhalbkugel (Südlichter, auch Aurora australis). Auch auf anderen Planeten des Sonnensystems werden diese Erscheinungen beobachtet. Voraussetzung hierfür ist, dass der Planet ein eigenes Magnetfeld besitzt.

Polarlicht über Ottobeuren:
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©Wolfgang Forth | AVSO